· 

Gastbeitrag: Ostergedichte von Werner Thieke

April, April

Zum Auftakt und du wirst es spüren,

in den April will man dich führen.

Sei nur kein Narr bei diesem Treiben,

dann wirst Du ungeschoren bleiben.

 

Ab ist des Winters langer Bart,

jetzt kommt er Frühling flott in Fahrt.

Der Lenz erwacht und ist bereit,

zeigt sich im schönsten Blütenkleid.

 

Obstbäume die die Straßen säumen,

schmücken sich mit Blütenträumen.

Ob Kirsche, Pflaume, Apfelbaum,

ihr aller Blüten sind der Traum.

 

Blickt auch der Tag oft launisch drein,

mit Regen, Hagel, Sonnenschein

und andern tags mit erster Hitze,

am nächsten Tag da fliegen Blitze.

 

Schon kommt ins Land die Schwalbe wieder

und‘s Rotkehlchen singt seine Lieder.

Sanft streift der Wind die Haselnuss,

Bienen sind längst auf Kuschel Kurs.

 

So manches Mädchen Herz wird weit,

sehnt sich nach trauter Zweisamkeit

und just in lauer Frühlingsnacht,

der Liebe Glut langsam erwacht.

 

Und zwischen all dem Knospenheer,

kommt Meister Lampe stolz daher.

Versteckt zur alljährlichen Feier,

im Garten bunte Ostereier.

 

Nach Christen Brauch und Kreuzes Tod.

die Menschen trauern voller Not,

doch als ein Engel steigt herab,

Herr Jesus Christ verlässt sein Grab.

 

©WThieke

 

Der Osterhase

Weht Frühlingswind mir um die Nase,

dann kommt schon bald der Hoppelhase,

den man mit Schnuppernas‘ und langen Ohren,

zum Osterhasen hat erkoren.

 

Das Stummelschwänzchen – seht nur her,

es wackelt lustig wild umher.

Sein Fell ist braun, das Bäuchlein hell,

die Hinterläufe groß, drum schnell.

 

Der Hase ist nicht dumm – nein – schlau,

am Feld Rand hat er seinen Bau,

dort lebt er schon Tag aus Tag ein,

mit Hasen Frau und Kinderlein.

 

Und kommt die Osterzeit daher,

dann freuen sich die Kinder sehr.

Sie schau’ n vom Fenster auf den Rasen

und denken an den Osterhasen.

 

Der Has‘ den man auch Rammler nennt,

der hat noch nie das Fest verpennt,

denn geht an Ost die Sonne auf,

da ist das Häschen schon gut drauf.

 

Es hoppelt, flitzt und schlägt gern Haken,

auf Wiese, Feld und auch im Garten.

Hat schnell dabei an Busch und Heck,

ein süßes Oster Nest versteckt.

 

Zum Osterfest, ein Christen Brauch,

kommt Oma, Opa und die Tanten auch,

dann gibt‘ s zum Osterbrunch – auweia,

all die leck‘ ren Ostereier.

 

©WThieke

 

 

Weitere Gedichte, Geschichten und  Beiträge rund um Ostern gibt es beim Autoren-Adventskalender.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0